Copy Art

Als Copy Art bezeichnet man »Kunst und Design mit dem Fotokopierer« (Buchuntertitel). Sie entsteht häufig durch direkte (z. B. Bewegen der Vorlage während des Abtastvorgangs) bzw. indirekte (Zoomfunktion im Gerät – Vergrößerung, Verkleinerung) Manipulationen der Vorlage beim Kopiervorgang; ebenso wird das Auftreten von gerätetypischen Mustern (Tonerverteilung) und der Verlust von Details über mehrere Kopiegenerationen hinweg als Effekt absichtlich herbeigeführt.

[Doppelseite aus Copy Magazin #1]

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Tape Switchboard

Das Tape Switchboard wurde von Steve Rickard (The Camberwell Now) entwickelt und funktioniert ähnlich wie ein Sampler (bzw. ein Mellotron): über eine Tastatur (8 Tasten) und ein nachgeschaltetes Mischpult lassen sich die Kanäle von 4 Stereo-Kassettendecks primitiv steuern (an/aus). Weiterlesen …

D.I.Y. (Do It Yourself)

Aus den Definitionen der unterschiedlichen Charaktere der Laien, Dilettanten, Amateure und Profis ergibt sich die Notwendigkeit, sich der Praxis speziell der Dilettanten und Amateure zuzuwenden, die in etwa mit dem zusammenfällt, was gemeinhin als D.I.Y.1-Kultur bezeichnet wird.

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  1. Do it yourself = Mach es selbst

Emanzipation

Emanzipation stammt von dem lateinischen emancipare: einen »Sklaven oder erwachsenen Sohn« aus dem mancipium, der »feierlichen Eigentumserwerbung durch Handauflegen«, in die Eigenständigkeit zu entlassen. Weiterlesen …

archive.org

Das Internet-Archiv wurde 1996 gegründet und wird von San Francisco aus betreut. Im Gegensatz zu Wikipedia und ähnlichen Sammlungen von (aufbereitetem) Wissen versucht das Internet-Archiv, Informationen anhand von Quellen darzustellen. So finden sich hier ganze Sammlungen von digitalisierten Büchern, Texten, Audio- und Videodateien – allerdings (überwiegend historische) Werke, die lizenzgebührenfrei genutzt werden können.

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Cassette Mythos

Herausgeber Robin James bietet mit dem Buch »Cassette Mythos« (Autonomedia, New York 1992) einen umfassenden Überblick – vorwiegend über die US-Cassettenszene, aber auch den D.I.Y.-Ethos. In über 50 durchweg lesenswerten Beiträgen äußern sich Protagonisten der Kassettenszene zu ihrem Tun, ihren Tools, ihrer Motivation etc. Weiterlesen …

Dada(ismus)

[Flyer von Theo van Doesburg]
Dada oder Dadaismus war eine künstlerische und literarische Bewegung, die 1916 von Hugo Ball, Tristan Tzara, Richard Huelsenbeck, Marcel Janco und Hans Arp in Zürich gegründet wurde und sich durch Ablehnung »konventioneller« Kunst bzw. Kunstformen – die oft parodiert wurden – und bürgerlicher Ideale auszeichnete.

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Deutschland privat

Der Kameramann, Regisseur und Produzent Robert van Ackeren hat mittlerweile zwei Sammlungen privater Super8-Filme für das Kino aufbereitet:

Deutschland Privat – Eine Anthologie des Volksfilms (1980)

Deutschland Privat – Im Land der bunten Träume (2007)
http://www.deutschlandprivat.kinowelt.de/

Cultural Studies

Cultural Studies (CS) »untersuchen mit einer offenen Methodik kulturelle, geschlechtsspezifische und mediale Phänomene« (1) durch die »gründliche Auseinandersetzung mit Tradition, Klasse, Arbeitswelt und Freizeit« (2). Sie sind nicht allein auf die Erforschung der Populärkultur ausgelegt, obwohl gerade in dieser viele der Topoi der CS greifbar werden.

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Anarchie

»Die Bibliothek der Freien existiert seit Dezember 1993. Wir sammeln libertäre Publikationen und Archivalien aus allen Zeiten und in allen Sprachen.« Weiterlesen …

Dilettant

»Ein Dilettant (ital. dilettare aus lat. delectare »sich ergötzen«) ist ein Nicht-Fachmann, Amateur oder Laie. Der Dilettant übt eine Sache um ihrer selbst Willen aus, also aus privatem Interesse oder zum Vergnügen. Dabei mag er durchaus vollendete Kenntnisse und Fähigkeiten erlangt haben. Weiterlesen …

Mag

Als Kurzform von »Magazin(e)« hat sich Mag als Äquivalent zu Zine erwiesen: Der Begriff PDF-Mag ist gebräuchlicher als PDF-Zine. Weiterlesen …

Recorder

Ein Rekorder (von lat.: recordare = erinnern) ist ein Gerät zum Aufzeichnen und Wiedergeben von elektrischen Signalen, insbesondere audiovisueller Art. Die Signalaufzeichnung durch einen Rekorder kann analog oder digitalisiert erfolgen.

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Klangkunst

–> Sound Art

Subkultur

Der Begriff der Subkultur (»Unterkultur«) ist ein seit den 1940er Jahren in der Soziologie verwendeter Terminus, mit dem eine bestimmte Untergruppe der sozialen Akteure einer Kultur beschrieben wird, die sich im Hinblick auf zentrale Normen deutlich von der »herrschenden« Kultur abgrenzen. Weiterlesen …

Counterculture

»Als counterculture (dt. Gegenkultur) wird eine Kultur bezeichnet, die sich in Widerspruch zu herrschender Kultur definiert. Eine typische Gegenkultur ist Punk. Weiterlesen …

Hardware Hacking

Unter Hardware Hacking versteht man die Manipulation elektronischer Geräte mit dem Ziel, neue, andere und vom Hersteller nicht vorgesehene Effekte zu erzeugen. Hardware Hacking ist vor allem in der Musik verbreitet, und hier sehr oft das Hacken primitiver, batteriebetriebener (!) elektronischer Geräte durch Erweiterungen wie Hinzufügen von Schaltern, Reglern und Sensoren zur Elektronik; neuen Verbindungen zu anderen Geräten; Manipulationen und Erweiterungen von mechanischen Komponenten (z. B. Antrieb, Tonabnehmer etc.); usw.

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Community

Eine Community (engl. »Gemeinschaft« […]) ist eine Gruppe von Personen, die gemeinsames Wissen entwickelt, Erfahrungen teilt und dabei eine eigene Identität aufbaut. Communitys profitieren von dem Grundsatz, dass alle Teilnehmer zum Erfolg beitragen, indem sie ihr Wissen einbringen. Weiterlesen …

Fanzine

Zusammengesetzt aus »Fan« und »Magazine«. Unter einem Fanzine versteht man ein in beliebiger Auflage produziertes Magazin, das mindestens

  • nicht primär kommerzielle Ziele verfolgt;
  • teilweise oder ganz unter nichtprofessionellen Bedingungen hergestellt wird;
  • thematisch pointiert und selektiv, mit offen subjektiven bis idiosynkratischen Sichtweisen ist bis hin zum »Egozine«, bei dem ausschließlich der Verfasser und seine Befindlichkeiten die inhaltliche Konstante bilden;
  • in gedruckter (Papier-)Form vorliegt, im Gegensatz zum elektronischen E-Zine (oder Blog), zum akustischen Zine (z. B. Tapezine auf Compact Cassette) etc.

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Disintermediation

»Die Musikverwertungskette weist durch die neuen digitalen Informationstechnologien zunehmend Brüche auf. Über Onlinedistributoren wird der traditionelle Groß- und Einzelhandel umgangen. Durch das Internet ist es dem Künstler grundsätzlich möglich, sein Zielpublikum ohne Einschaltung von Absatzmittlern zu erreichen. Der Wegfall von ganzen Gliedern in der Verwertungskette bezeichnet man als Disintermediation. Vor allem durch das Internet entstehen wegen der geringen Transaktionskosten und der Unabhängigkeit des Mediums von Raum und Zeit neue Intermediäre.« Weiterlesen …

Tapezine

Zusammengesetzt aus »Tape« und »Magazine«. Unter ähnlichen Umständen wie ein Fanzine hergestellt, aber mit einem akustischen Endprodukt, in diesem Fall Compact Cassette. Weiterlesen …

Zine

Kurzform von Magazine oder Fanzine.

–> Fanzine

Empirische Studie: Ergebnisse

Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich eine empirische Studie zum Gebrauch von Consumermedientechnologie durchgeführt. Die Studie ist beendet, eine Teilnahme nicht mehr möglich.

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CLASP (Classic Software Preservation Project)

The Classic Software Preservation Project (CLASP) was founded by the Internet Archive in January 2004 to help permanently archive classic, obsolete retail software from the late 1970s through the early 1990s.

There are tens of thousands of videogames, utilities, and other programs which are in danger of being lost forever, because they’re stored on fragile magnetic media, which has a life of anywhere between 10 and 30 years. Therefore, the Archive is working to acquire copies of original consumer software of that era, then, with the help of our technical partners, making perfect digital copies of these rapidly decaying floppy discs. We will then lock the data away in our vaults for safekeeping, until either the copyright expires on the titles in question, or the companies who own the rights to the software make the titles freely available. Weiterlesen …

Droplift Project

Droplift setzt sich zusammen aus dem Engl.: to drop (= etwas fallen/liegen lassen) und shoplifting (= Ladendiebstahl): Eine selbstproduzierte Audio-CD wird heimlich in der Tonträgerabteilung eines Kaufhauses oder in einem beliebigen Platten-/CD-Laden im Sortiment platziert. Ahnungslose, neugierige Hörer sollen so auf die enthaltene Musik aufmerksam gemacht werden. Die Verwirrung beim Bezahlvorgang (kein Preisschild, kein Barcode, Titel nicht im System/Katalog gelistet, …) ist nicht Nebeneffekt, sondern integrales Moment der ganzen Aktion. Es handelt sich also auch um virales Marketing.       

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Elektrografie

Siehe Copy Art.

Audio

»Audio (lat. ich höre, von audire hören) wird als Bestandteil von Wörtern verwendet, die mit Hören oder Tontechnik zu tun haben (z. B. Audioanlage, Audiometer, Auditorium).

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Blog

Kurzform von engl. »Weblog«, zusammengesetzt aus »(World Wide) Web« und »Log« (Logbuch). Das Kürzel »blog« rührt von der absichtlich falschen Trennung von Weblog her (We-blog statt Web-log), wobei in der Bloggerszene das starke Zusammengehörigkeitsgefühl sich quasi manifestartig auf diese beiden Worte reduziert: We blog (Wir bloggen).

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POOL/LOOP – audiovisuelles Sound- und Medienfestival

Das Ziel von POOL/LOOP, dem Nachfolger von COPY! und Netlabelfestival, ist die lustvolle und aktive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer elektronischer Kunst und Musik. Es wird Krachen, Klicken, Wummern, Dröhnen, Säuseln, Quietschen und Fiepen. Es darf gebastelt, geschnitten, gesägt, gelötet, getanzt, gefeiert und gebadet werden.

Das Festival findet vom 2.–4. Juli statt in der Roten Fabrik Zürich, Schweiz.

–> Festivalwebsite unter www.pool09.ch

Weblabel

Weblabel ist eine Zusammensetzung der Begriffe »Web« (=Internet) und »Label« (=Veröffentlichungsplattform für Tonträger u.ä.).

Das Wort Label, im Kontext von Tonträgern, stammt aus dem Englischen und bezeichnete ursprünglich den Aufkleber in der Mitte der Schallplatte. Neben möglichen inhaltlichen Angaben (zu Album, Titel, Interpret, Dauer etc.) fand sich auf dem Label mindestens der Name oder Schriftzug der Firma, die die Platte veröffentlicht hat. Weiterlesen …